Tennis 55+ 6.Spieltag Sommer 2011

TENNIS: Ausgetrickst – aber legal

Premnitzer Herren 50+ unterliegen in Berlin knapp und steigen in die Verbandsliga ab

PREMNITZ – Wenn auch nicht unerwartet, so doch auf besondere Weise mit einer Überraschung, endete der Ausflug der Premnitzer Tennisspieler in die obersten Tennisregionen mit dem Abstieg in die Verbandsliga.

Im letzten Auswärtsspiel beim VfL Tegel ging es um den Verbleib in der Verbansoberloga. Die Premnitzer zeigten enormen Kampfgeist und eine deutliche Steigerung, vor allem in den Einzeln. Da auch für die Spieler des VfL Tegel einiges auf dem Spiel stand, wurde mit hohem Einsatz gespielt und taktiert. Für das Team des TSV wurden einige Besonderheiten erst im Nachhinein verständlich. Da am Spieltag Regengefahr bestand, war es relativ unverständlich, warum nicht auf allen freien Plätzen gespielt wurde. Es wurden nur die ersten drei Einzel gespielt – mit gutem Ausgang für die Premnitzer. Manfred Peuker gewann nach hartem Kampf in zwei Sätzen und Viktor Döring konnte als Nummer 4 seine Siegesserie mit einem sicheren 6:2 und 6:1 fortsetzen. Damit blieb er in dieser Saison ungeschlagen. Nach diesen Einzelspielen wurde erst die zweite Einzelrunde begonnen, hier gab es schon Regenunterbrechungen und am Ende den Abbruch des gesamten Punktspiels. Nun ging den Premnitzern natürlich ein Licht auf. Da die Tegeler eine Mannschaft in der Ostliga, der höchsten Spielklasse von Rostock bis Dresden einschließlich Berlin, am Start haben und diese Mannschaft am gleichen Tag spielte, konnte die Regelung, dass Spieler auch in den anderen Ligen eingesetzt werden können, nicht genutzt werden. Eine Spielverlegung kam da sehr gelegen.

Zwei Tage später reiste die Mannschaft vom TSV Chemie Premnitz dann noch einmal nach Berlin. Sie gewann die nicht beendeten Einzel, wobei Klaus Wolf als Nummer 1 ein ganz starkes Spiel zeigte und souverän 6:2 und 6:2 gewann. Damit stand es nach den Einzelspielen 4:2 für Premnitz.

Aber nun ließen die Gastgeber die Katze aus dem Sack. Bei den Doppelspielen stand den Premnitzern eine völlig neuen Berliner Mannschaft gegenüber – den Spielern der Ostliga-Truppe. „Ausgetrickst, aber eben legal“, so der Kommentar der Premnitzer. Am Ende siegten die Berliner in allen drei Doppeln, wobei Döring/Zahn beinahe noch für eine Überraschung gesorgt hätten. Hier gewannen die Gastgeber erst im dritten Satz knapp mit 6:4. Am Ende also 5:4 für Berlin und der TSV Chemie Premnitz spielt im nächsten Jahr in der Verbandsliga. (ha)

Comments are closed.