Handball 14.Chemie Premnitz II – Hansa Wittstock 2001/2002

Quelle: http://www.hansa-wittstock.com/2001/maenner/m_14_01.htm

Reifeprüfung bestanden

TSV Chemie Premnitz – Hansa Wittstock I : 16:19 (10:7)

Der Adrenalinspiegel der Wittstocker Handballer hatte wahrscheinlich schon Stunden vor dem Spiel gegen ihren direkten Verfolger den Siedepunkt erreicht. Im Auswärtsspiel gegen den TSV Chemie Premnitz sahen die Dossestädter zunächst mehr Schatten als Licht, bevor sie sich dann aufrafften, um ihrem Spitzenreiterimage mit einem 16:19-Sieg gerecht zu werden.

Nach einem verpatzten Start in die erste Halbzeit schienen sich die Hanseaten langsam zu akklimatisieren und wandelten ihren 4:2 Rückstand durch ein schnelles und organisiertes Angriffsspiel in eine 4:5 Führung um. Doch dieser Anflug von Stärke war nur von kurzer Dauer. Gegen die sehr robuste Premnitzer Deckung waren die vielen 1:1-Aktionen der Wittstocker Spieler einfach nicht das richtige Mittel. Bis zum 7:6 konnten die Dossestädter ihren Rückstand aber immer noch so gering wie möglich halten. Das Heimteam drehte nun auf  und konnte sich  durch zwei verwandelte Siebenmeter in Folge und einen Hüftwurf  aus dem Rückraum auf ein deutliches 10:6 absetzen.  Das nun folgende 10:7 durch Marian Schroeder im Tempogegenstoß rundete die magere spielerische Leistung der Hanseaten bis dahin nur ab, sodass sie unzufrieden in die Pause gehen mussten.

Die kurze Erholungsphase kam genau richtig, denn nach dem Wechsel schienen die Wittstocker Spieler wieder ganz die Alten. Besonders Ronny Stachowski gab sich selbst die Sporen und führte die Wittstocker über das 10:9  zum 10:10 Ausgleich. Nun hielt sich das Spiel der beiden Teams die Waage. Premnitz glänzte durch Auflöseaktionen zum Kreis und daraus resultierende freie Rückraumschützen, die immer wieder trafen. Die Partie war, wie so oft in einem Spitzenspiel, nichts für Handballästheten und sehr kampfbetont. Dieses liest sich auch aus den 26 Zeitstrafen und 3 roten Karten, die an diesem Abend verteilt wurden, heraus. Trotzdem war keine bösartige Härte beider Teams zu verzeichnen, das weibliche Schiedsrichtergespann wusste dieses durch o.g. Maßnahmen geschickt zu unterbinden. Hansa fand lange nicht zu seinem Kombinationsspiel und auch über die sonst so starke zweite Welle lief mangels Übersicht fast nichts. Fünfzehn Minuten vor Schluss war es dann aber endlich soweit. Die Wittstocker fanden ihren sprichwörtlichen Faden, ließen den Ball laufen und erarbeiteten sich ihre Torchancen. Über den lang erwarteten 14:14 Ausgleich ließen sie es im Premnitzer Tor klingeln und warfen sich auf ein aussichtsreiches 15:17 davon. Torhüter Steffen Brigzinsky wurde durch den routinierten 45-jährigen Torhüter Bruno Fischer von den Alten Herren würdig vertreten. Er  erledigte zwischen den Blau-Weiß-Pfosten den Rest  und machte seine Jungs „heiß“. Im Wechsel von Unter- und Überzahl ließen sich die Wittstocker Handballer in einem Spiel großer Emotionen ihren Sieg nicht mehr nehmen. Mit dem 16:19 Endstand fiel nicht nur den mitgereisten Fans ein Stein vom Herzen, auch dem  offensichtlich zufriedenen Hans-Coach Dr. Waldemar Klawohn stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben.

Der erste Schritt in Richtung Titel wäre also gemacht, doch noch heißt es besonnen und konzentriert in die Spiele zu gehen, denn die Messen sind wirklich noch lange nicht gesungen.

Weiter geht´s für die Hanseaten am 17.02.02 in Rathenow, bevor im nächsten Heimspiel am 23.02.02 der 1. VfL Potsdam III in Wittstock zu Gast sein wird.

Hansa Wittstock: B. Fischer/ M. Reichelt – T. Kröcher (1); B. Löhlein (2/1); Th. Brigzinsky (1); R. Schultz (1); R. Stachowski (4); M. Schroeder (6/3); N. Radke (2); A. Thierbach (1); St. Wiechert (1)

Sina Bröcker

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