Handball: SG-Handballer mit wichtigem Schritt Richtung Aufstieg

 

Die SG Westhavelland hat in der Landesliga einen ganz wichtigen Sieg eingefahren. Beim Grünheider SV III setzte sich das Team von Trainer Kevin Melzer mit 21:19 durch und behauptete damit die Tabellenführung. Dennoch hatte Melzer im Nachgang einiges zu monieren.

 

Die Westhavelland-Handballer gaben sich gegen den Tabellendritten keine Blöße. Enrico Puhl hat in Grünheide zwei Tore für die SG geworfen und überzeugte mit guter Deckungsarbeit. Quelle: Christoph Laak

Die Rückfahrt gestaltete sich feucht fröhlich. Gemeinsam mit ihren Fans feierten die Handballer der SG Westhavelland auf der Rückfahrt vom Auswärtsspiel beim Grünheider SV eine riesige Party. Zuvor hatte die SG zwar keinen Handball zum Zunge schnalzen gezeigt, aber das wichtige Auswärtsspiel mit 21:19 gewonnen.

Grünheide lief etwas überraschend mit einer ganz anderen Mannschaft als vor wenigen Wochen in Brandenburg auf. „Das war eine ganz junge Truppe, wir waren eigentlich auf andere Spieler eingestellt“, berichtete Westhavelland-Trainer Kevin Melzer. Und dennoch, die SG erwischte einen ordentlichen Start, legte bis zum 4:3 (6.) immer ein Tor vor. Aber auch da war schon zu sehen, dass sich die SG mit dem Gegner schwer tat.

 

SG gerät in klaren Rückstand

„Es hat mir nicht gefallen was ich gesehen habe. Wir haben viel zu einfache Fehler gemacht, uns die Bälle teilweise selbst auf die Füße geworfen“, monierte Melzer. Die Folge war ein kleiner Lauf der Gastgeber, die sich beim 7:4 (10.) erstmals etwas absetzen konnten. SG-Shooter Daniel Zarbock hielt seine Mannschaft bis zur Pause mit einigen Toren aber im Spiel. Über 6:10 und 9:11 musste die SG dennoch mit einem 10:12-Rückstand in die Pause gehen.

Offensiv blieb die SG bis dahin vieles schuldig, defensiv konnte Melzer mit dem Auftritt seiner Mannschaft aber durchaus leben. Doch auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts am Spielverlauf. Grünheide hielt den Vorsprung bei zwei bis drei Toren. Nach gut 45 Minuten ging dann ein Ruck durch das SG-Team. Kevin Melzer ließ nun offensiver decken und beorderte Enrico Puhl nach vorn, um die Kreise des Mittelspielers einzudämmen.

Offensive Deckung zeigt Wirkung

„Der war bei denen der beste Mann, wir mussten uns was einfallen lassen. „Enno hat das dann gut gemacht“, lobte der SG-Trainer Puhl. Und auch offensiv lief es nun endlich besser. Auch wenn die Gastgeber noch in Führung lagen, mussten sie nun um jedes Tor verbissen kämpfen. Als Leon Herrmann zum 18:18 (50.) traf kippte das Spiel endgültig zugunsten der SG.

Wenig später war es erneut Zarbock, der mit sechs Treffern erfolgreichster Schütze war, der zur 19:18-Führung einnetzen konnte. Diese ließ sich die SG in der Folge nicht mehr nehmen, auch wenn es der GSV noch einmal mit einer offenen Manndeckung probierte.

Der Sieg ist das Wichtigste

„Das war sicherlich unser schwächstes Saisonspiel. Am Ende zählt aber natürlich nur der Sieg. Schönheitspreise konnten wir mit diesem Spiel nicht gewinnen, dafür haben wir einfach zu viele technische Fehler gemacht. Über 45 Minuten war das richtig schwach. Aber, mein Team hat über den Kampf ins Spiel gefunden und den Schalter noch rechtzeitig umlegen können. Das ist das Wichtigste und freut mich ungemein“, fasste Kevin Melzer nach dem Spiel zusammen.

Von Christoph Laak

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