Handball: Glanzloser Sieg


Am Samstag trafen die Handballer der SG Westhavelland in Rathenow auf den Tabellenzehnten aus Grünheide. Gegen die dritte Vertretung des GSV war die Ausgangssituation klar. Nach dem schwachen Spiel in Brandenburg musste die SG gewinnen, um nicht in Richtung Tabellenende zu rutschen, mit einem Sieg könnte man sich im Mittelfeld etablieren. Mit einem ordentlichem Kader ging man ins Spiel, während die Gäste mit nur sieben Akteuren anreisten. Gegen eine bessere A-Jugend standen die Chancen auf einen Sieg somit gut.

Nach einer ausgeglichenen Abtastphase übernahm die SG das Spiel. Nach sieben Minuten stand es 2:2. In der ersten Halbzeit sollte den Gästen dann kein Tor mehr gelingen, sodass es mit 12:2 in die Kabine ging.
Was war denn das? Das fragte sich auch Melzer, denn er war zwar zufrieden mit dem Ergebnis, doch mit dem Auftreten seiner Mannschaft nicht. Bei solch einem Spiel hätte er Euphorie, überschwängliche Freude und Motivation erwartet, denn man hatte schließlich etwas gut zu machen. Doch seine Spieler spielten diesen Selbstläufer mit wenigen Emotionen runter. Trotzdem forderte er seine Mannschaft auf, nicht nachzulassen, um diese zwei wichtigen Punkte einzufahren.
Darauf konnte er sich verlassen. Das Spiel lief wie in der ersten Halbzeit. Seine Mannschaft spielte das Spiel herunter und erhöhte den Vorsprung. Am Ende stand ein hoch verdientes, aber glanzloses 29:10 auf der Anzeigetafel.
Ja, gewonnen! Doch auch nach dem Spiel agierte die SG nicht so, wie es eine Mannschaft machen würde, die gerade einen Gegner abgefettet hatte. Ohne Stimmung wurde in der Kabine ein Bier getrunken, geduscht und nach Hause gegangen. Melzer war zufrieden mit dem Ergebnis, das Drumherum bereitet ihm Sorgen. Er wird alles daransetzen müssen, die mannschaftliche Geschlossenheit, die Stimmung und die interne Motivation wieder aufzubauen. Mit dem Sieg nimmt sich die Mannschaft jedenfalls erstmal den Druck des Tabellenendes, vielleicht ist das ja schon das erste Rädchen.

Für die SG spielten: Parey und Nicpon im Tor; Puhl (4), Dohrn (2), Franz (3), Zarbock (4), Witt (2), Riedel (10), Pitsch (4).

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