Handball: Zehn ordentliche Minuten reichten

Nach zwei sieglosen Spielen im Jahr 2017 ging es für die Handballer der SG Westhavelland am Samstag darum, wieder auf den richtigen Weg zu finden und den Anschluss an das obere Tabellendrittel zu halten. In Rathenow traf die Melzer-Truppe auf die zweite Vertretung des SV Lok Rangsdorf. Während die Hausherren mit 12 Mann gut besetzt waren reisten die Gäste ohne Wechselspieler an. Auf Seiten der SG meldete sich ein alter Bekannter wieder zurück im Spielbetrieb. Sven Riedel hat sich entschieden, noch einmal die Handballschuhe zu schnüren und wird ab sofort Bestandteil der Mannschaft sein.

Das Spiel begann nervös und war geprägt von technischen Fehlern und vergebenen Torchancen. Vor allem im Angriffsspiel wirkte die SG unaufmerksam und teilweise fahrlässig. Zum Glück lief es bei den Gästen ebenfalls nicht optimal, sodass sich das Spiel offen gestaltete. Nach zehn Minuten stand es 5:5. Die zahlreichen Zuschauer in der Rathenower Havellandhalle sahen ein Spiel, das arm war an Höhepunkten. Beide Mannschaften bewegten sich auf einem schwachen Niveau. So war es fast logisch, dass es keiner Mannschaft gelang, sich irgendwie abzusetzen. Man schleppte sich also durch die Halbzeit, in die es beim Stand von 11:11 ging.


Zufrieden konnte man damit nicht sein. Melzer hatte einiges zu kritisieren. Viele gute Worte wird er nicht gefunden haben.

Offensichtlich war die Halbzeitansprache bei den SG-Spielern angekommen. Sie starteten ordentlich in die zweite Halbzeit. Aus einer guten Deckung heraus gelang ihnen ein 7:2 Lauf bis zur 40. Minute. Damit führten die Westhavelländer mit 18:13. Doch Rangsdorf gab nicht auf und stemmte sich gegen die Niederlage. Dabei nutzten sie wieder einige SG-Fehler. Doch nach und nach ließ bei den Gästen merklich die Kraft nach, während die SG durchwechseln konnte. Das sollte dann schließlich der entscheidende Vorteil auf Seiten der SG sein. Tor um Tor erhöhte man wieder den Vorsprung und gewann am Ende recht deutlich mit 28:20.

Deutlich gewonnen, ohne zu überzeugen am Ende der Saison fragt sicher niemand mehr danach, wie ein Sieg zustande gekommen ist. Doch aktuell ist klar, die SG muss sich wieder steigern, um den Anspruch auf einen oberen Tabellenplatz zu unterstreichen. Gerade mit der Leistung der ersten Halbzeit war Melzer alles andere zufrieden, die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit waren gut und am Ende entscheidend für den Sieg. Bereits kommende Woche muss die SG wieder ran und trifft im nächsten Heimspiel in Premnitz auf die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst.

 

Für die SG spielten: Wilke und Parey im Tor; Mieth, Puhl (3), Dohrn (5), Franz (1), Zarbock (8), Witt (1), Riedel (2), Pitsch (1), Nicpon, Köpke (7).

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